Kiki2014

Grundlagen der Hundeerziehung: Betteln

Der Tibet-Terrier meiner Eltern ist ein Bettel-Profi und viel zu dick. Das eine geht mit dem anderen oft einher und führt nicht gerade zu guter Gesundheit. Hohe Tierarztkosten und eine geminderte Lebensqualität durch das Übergewicht sind die Folge. Mich persönlich nervt das Betteln noch dazu, vor allem, wenn an den Beinen gekratzt wird.

Manche verwechseln das Füttern von Leckerchen als “Liebesbeweis”. In Wahrheit ist es eigentlich eher schädlich, nicht nur, weil die kleinen Extra-Happen zusätzlich zur normalen Futtermenge gegeben werden, sondern auch, weil Essen vom Tisch stark gewürzt oder sogar gesüßt ist und somit nicht auf die Speisekarte des Hundes gehört, da sie Magenprobleme verursachen.

Es gibt nur einen Weg: Den bettelnden Hund komplett ignorieren, bis er merkt, dass er keinen Erfolg hat und aufgibt. Ein “Nein” nimmt der Hund schon als Zuwendung wahr und versucht es so weiter. Das Trosthäppchen mit den Worten “Nur eins und dann ist aber Schluss” ist komplett kontraproduktiv. Natürlich müssen sich ALLE am Tisch daran halten. Schon nach kurzer Zeit hat sich der Hund damit abgefunden und liegt ganz entspannt neben dem Tisch.

Ausnahme: Mit kleinen Kindern kann man natürlich nicht verhindern, dass mal was runterfällt. Unser Hund Messi hatte damals seinen Lieblingsplatz daher direkt unter dem Kindersitz. Allerdings fielen die ohnehin kaum gewürzten Gemüsestücke ganz ohne Einfluss des Hundes – das Betteln wurde dadurch nicht anerzogen. Vorteil für uns war ein stets sauberer Küchenboden!

 

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