Kategorie-Archiv: Erziehung & Sport

Hundeerziehung: Sozialisation, Ausbildung, Problemlösung

Dieses Buch habe ich von meiner Nachbarin empfohlen bekommen. Sie hat eine wunderschöne Bernersennen-Australian Shepherd-Mix Hündin namens Paula. Paula ist sehr intelligent, sozial und hört gut. Ein Grund dafür ist dieses Buch, wie ich erfuhr :-)

Was mir besonders daran gefällt ist die Praxistauglichkeit. Cesar Milan in allen ehren.. sein Buch hat mir im “echten Leben” nicht viel geholfen. Gerade am Anfang stellt man fest, ist es wichtig dem Hund das NEIN beizubringen.. und dieses Buch fängt tatsächlich mit diesem Thema an :)

Hundeerziehung

Allein bleiben: So lernt es mein Hund – [dogs Magazin]

Ohne seinen Menschen allein zu bleiben ist für den Hund als Rudeltier ein bedrohlicher Zustand. Damit er lernt, die Situation stressfrei zu ertragen, hilft es, das Alleinbleiben häufig und schrittweise zu trainieren.

Hundetrainer empfehlen, bereits mit dem Welpen das Alleinsein zu üben, und zwar so: Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit von etwa einer Woche geht man ohne Verabschiedung, mitleidige Worte oder gar Trostleckerli mindestens dreimal täglich den Müll hinausbringen, den Briefkasten leeren oder die Wäsche aufhängen. Das macht man am besten, wenn der Kleine müde und satt ist und ohnehin kurz davor einzuschlafen. Der Welpe sollte das Kommen und Gehen der Bezugspersonen als Teil seines Alltags erleben. Das geht leicht, wenn er in den letzten Minuten vor Verlassen des Zimmers ohnehin nicht beachtet wurde. So wird ihm der Unterschied weniger auffallen.

Nach einigen Tagen werden bestimmte Rituale eingebaut: “Bevor Sie hinausgehen, ziehen Sie sich die Jacke an, wechseln die Schuhe oder klappern mit den Autoschlüsseln. So lernt der Hund, dass diese Signale nicht unbedingt bedeuten, dass er die Wohnung mit Ihnen verlassen darf”, empfiehlt Petra Führmann. Nimmt der Welpe dies gelassen hin, kann man dazu übergehen, ihn nicht auf jeden kleinen Gang nach draußen, zum Beispiel zum Bäcker, mitzunehmen. “Bei fleißigem Üben kann der Hund mit etwa einem halben Jahr bereits drei bis vier Stunden allein bleiben”, weiß die Trainerin aus Erfahrung. Mehr als vier bis fünf Stunden ohne eine Bezugsperson sollten jedoch auch einem erwachsenen Hund nicht zugemutet werden.

Mehr unter: http://www.dogs-magazin.de/erziehung/allein-bleiben-hund-133871.html

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Die 7 Wege zur Motivation des Hundes – [dogs Magazin]

Obwohl Hunde einander nie mit Futter belohnen, hilft es in der Mensch-Hund-Beziehung enorm weiter. Fragt sich nur, wem? DOGS erklärt die 7 Wege zur Motivation des Hundes.

1. Lob mit Futter
2. Lob mit Futter & Worten
3. Lob durch Spielen
4. Lob durch Streicheln
5. Lob durch Schweigen
6. Lob mit Herzblut
7. Motivation versus Triebe

Mehr dazu unter:
http://www.dogs-magazin.de/erziehung/wege-zur-motivation-des-hundes-58671.html

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Erste Lernerfolge

Gute Erziehung von Anfang an, so ist mein Anspruch an mich selbst. Klar ist, dass das nicht nebenbei geht – man muss sich quasi rund um die Uhr drum kümmern.

Sich alle Malzeiten erarbeiten zu müssen, wie es im Buch “Führen mit der leeren Hand” empfohlen wird, kann ich im Alltag mit zwei kleinen Kindern nicht schaffen. Aber wir legen mehrmals täglich kurze Übungseinheiten ein, sodass wir schon erste Lernerfolge haben.

“Sitz” und “Platz” sind mit wenig Ablenkung recht gut abrufbar. “Komm” (Folge mir) und “Hierher” (Hand-Touch) klappen schon auf 50 m Entfernung, sind allerdings von Bendix’s Good-will abhängig und auch nicht bei großer Ablenkung (andere Hunde) möglich. Sehr zuverlässig reagiert er auf “Nein” (Lass es). Was auch immer es ist, er hört auf – allerdings ist es auch sehr wichtig, denn er leckt z.B. sehr gerne Cocos Gesicht ab, die sich beim Krabbeln und überhaupt noch gar nicht wehren kann. “Runter” (von der Couch) und “Raus” (aus dem Schlafzimmer) klappen mit Nachdruck auch schon ganz gut.

Unser nächstes Ziel sind “Bleib”, “Fuß” und “Guck mal” (Schau mich an, egal was dich gerade interessiert) sowie entspanntes Gassigehen an der Leine.

Amazon_KongBär

Rettet die Hausschuhe!

Das Kaubedürfnis eines Welpen grenzt an Zerstörungswut. Nichts ist mehr vor den kleinen scharfen Zähnen sicher – nicht Hausschuhe, Spielzeug, Teppichenden, auch keine Babyfüße samt Söckchen. Nun hilft nur noch ständig auf der Hut zu sein, alles wegräumen und für viele Alternativen zu sorgen.

Wir haben in der ganzen Wohnung diverse Kauknochen und Hundespielzeug verteilt – die Kinder möglichst nicht aus den Augen lassend um einschreiten zu können.


Nuby_Beissring Eigentlich war der Greif- und Beissring von Nuby für Coco gedacht.. aber sie hat ihn kaum genutzt. Nun hat er eine zweite Chance bekommen und wurde einem Härtetest unterzogen – und bestanden.


Amazon_Kaustange

Auf Empfehlung (von Bendix’s Bruder Balu) haben wir die gepressenten Kaustangen von Nobby bestellt. Bendix hat sich sofort draufgestürzt und ich hoffe die Begeisterung hält an!


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Auch das Kong Bärchen hat sich als nützliche Ablenkung erwiesen. Durch das eingearbeitete Seil im Inneren ist es viel strapazierfähiger als normale Kuscheltiere!

 

 

 

 

 

 

 

 

Bindung durch Tricks

Nun habe ich mir das dritte Hunde-Buch gekauft. Das erste handelt von Grundlagen der “Hundeerziehung“, das zweite vom “Führen mit der leeren Hand“, nun habe ich besorgt “51 Tricks für junge Hunde“.

Logisch – je mehr man sich mit dem Hund beschäftigt, desto intensiver wird die Beziehung. Dem Hund etwas beizubringen bzw. Trickarbeit ist ein Weg sich intensiv miteinander zu beschäftigen. Das stärkt nicht nur die Bindung, sondern auch die Sicherheit des Hundehalters in Alltagssituationen und macht tierisch Spaß.

Kiki2014

Grundlagen der Hundeerziehung: Betteln

Der Tibet-Terrier meiner Eltern ist ein Bettel-Profi und viel zu dick. Das eine geht mit dem anderen oft einher und führt nicht gerade zu guter Gesundheit. Hohe Tierarztkosten und eine geminderte Lebensqualität durch das Übergewicht sind die Folge. Mich persönlich nervt das Betteln noch dazu, vor allem, wenn an den Beinen gekratzt wird.

Manche verwechseln das Füttern von Leckerchen als “Liebesbeweis”. In Wahrheit ist es eigentlich eher schädlich, nicht nur, weil die kleinen Extra-Happen zusätzlich zur normalen Futtermenge gegeben werden, sondern auch, weil Essen vom Tisch stark gewürzt oder sogar gesüßt ist und somit nicht auf die Speisekarte des Hundes gehört, da sie Magenprobleme verursachen.

Es gibt nur einen Weg: Den bettelnden Hund komplett ignorieren, bis er merkt, dass er keinen Erfolg hat und aufgibt. Ein “Nein” nimmt der Hund schon als Zuwendung wahr und versucht es so weiter. Das Trosthäppchen mit den Worten “Nur eins und dann ist aber Schluss” ist komplett kontraproduktiv. Natürlich müssen sich ALLE am Tisch daran halten. Schon nach kurzer Zeit hat sich der Hund damit abgefunden und liegt ganz entspannt neben dem Tisch.

Ausnahme: Mit kleinen Kindern kann man natürlich nicht verhindern, dass mal was runterfällt. Unser Hund Messi hatte damals seinen Lieblingsplatz daher direkt unter dem Kindersitz. Allerdings fielen die ohnehin kaum gewürzten Gemüsestücke ganz ohne Einfluss des Hundes – das Betteln wurde dadurch nicht anerzogen. Vorteil für uns war ein stets sauberer Küchenboden!

 

Welpen vom Schüttenhof

Grundlagen der Hundeerziehung: Anspringen

Anspringen ist tabu – nicht nur große Hunde, auch kleine sollten zur Begrüßung nicht am Menschen hochspringen dürfen. Im Sommer zerkratzt es die Beine, wenn man kurze Hosen hat, die übrige Zeit macht es sie schmutzig. Kaum jemand freut sich darüber.

Ursprung des Problems: Hunde lecken instinktiv zur Begrüßung oder Beschwichtigung die Schnauze des Ranghöheren. Bei Menschen müssen sie dafür hochspringen. Manchmal machen sie es auch nur um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Lösung: Hat der Hund keinen Erfolg mit seinem Verhalten, wird er das Springen früher oder später sein lassen. Dazu muss sich der “Angesprungene” wortlos mit dem Rücken zum Hund drehen und ignorieren, bis er aufhört. Beachte: Auch ein “Nein” ist eine Form von Zuwendung und verstärkt das fehlverhalten.

oldtimer

Die erste Autofahrt überstehen – aber wie?

Gerne würde ich die Heimfahrt von Bendix so positiv wie möglich gestalten, damit er keine Angst hat und jault. Aber das ist schwierig, denn nicht nur, dass er das erste Mal von seiner Familie getrennt sein wird, auch wird es seine erste lange (2-3 Stunden) Autofahrt.

Mein Plan:

– Decke mit bekannten Gerüchen ins Auto legen

– das Auto erstmal beschnuppern lassen evtl. mit Mama zusammen

– dann den Motor anmachen

– eine kleine Runde drehen evtl. mit Mama, anschließend nochmal raus toben

– Heimfahrt in mehrere Etappen aufteilen

– mit reichlich Lob und Leckerlis aufmuntern

– falls es doch laut wird Ruhe aber kein Mitleid vermitteln, damit die Angst nicht verstärkt wird

Was kann man mehr tun?

 

Hier eine Sammlung von Links zum ans Autofahren gewöhnen:

http://www.hund-trainieren.de/den-hund-ans-auto-gewoehnen/

http://magazin.mydog365.de/erziehung/welpenerziehung/welpe-autofahren/

http://partner-hund.de/info-rat/alltag-mit-hund/hund-im-auto/hund-ans-auto-gewoehnen

 

 

 

Hundeschule Franzburg

Zu einer guten Hundeerziehung gehört auch eine gute Sozialisierung. Bis zum 4. Lebensmonat ist die Prägungsphase besonders wichtig. Bendix lebt bis zur 10. Lebenswoche bei seiner Mama und seinen Geschwistern auf einem großen Bauernhof mit vielen Tieren, viel Natur um sich herum und integriert in das “köhnksche” Familienleben – das ist der perfekte Start!

Damit er nach seinem Umzug weiterhin den Umgang mit Artgenossen und Gleichaltrigen üben kann, geht es in die Welpengruppe. Zum Glück gibt es eine Hundeschule “Hund & Du” in Franzburg:

hundeschule-franzburg

 

Super finde ich vor allem das Angebot “Dogdancing” – das werde ich mit Bendix auf jeden Fall ausprobieren und berichte über unsere Erfahrungen!