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Pubertät bei Hunden oder „Wegen Umbau vorübergehend geschlossen“

Mit nun 7 Monaten ist es soweit.. der Nervenkrieg der Pubertät beginnt, denn Bendix hört nicht mehr auf eigentlich verinnerlichte Kommandos, pöbelt plötzlich andere Hunde an und nervt bisweilen mit Fehlverhalten.

Zum Glück gibt es Hilfe im Internet von der Hundeschule an der Leine:

Leider gestaltet sich in diesem Abschnitt ein kontinuierliches Training mit Hunden etwas schwieriger als in anderen Entwicklungsphasen und gerade hier werden besondere Anforderungen an den Halter und dessen Nervenkostüm gestellt. Aus Sicht des Hundes ist diese Zeit jedoch genauso verwirrend und anstrengend, was aber oft nicht so zu erkennen ist – das macht diese Phase für alle Beteiligten etwas unangenehm.

Mit einem Mal sind sie nicht mehr in der Lage, einfachste Kommandos zu befolgen, sie „prollen“ andere (meist gleichgeschlechtliche) Hunde an, sie reagieren nicht mehr auf Signale des Besitzers (das Fatale daran ist, dass positive Methoden scheinbar nicht mehr so schnelle Erfolge oder zumindest nicht mehr so einfache Erfolge bringen und so mancher Halter leider versucht ist, aversive Trainingsmethoden einzusetzen!) und testen Grenzen und die Stabilität dieser Grenzen aus. Alles nicht mit bösen Absichten, auch wenn sich der Hundehalter oft gezielt provoziert fühlt. Dieses „forsche“ Verhalten zur sozialen Reifung ist biologisch und medizinisch gesehen eine Notwendigkeit für den Hund (und für heranreifende Menschen). Es passiert nichts aus Gehässigkeit oder Boshaftigkeit, sondern schlicht, weil das „biologische Programm“ des pubertierenden Hundes es so vorschreibt.

Leider ist  der Kontrast zwischen dem Verhalten des bis dato folgsamen, artigen und lernwilligen Junghundes und dem Verhalten des pubertierenden Querkopfes oft sehr hart und schockiert so manchen Hundebesitzer.

In dieser Phase kommt es einerseits zur beginnenden Wirkung von Geschlechtshormonen (der Organismus sowie der Stoffwechsel muss sich umstellen, die Regulation der Funktionskreise funktioniert noch nicht) und andererseits auch zu Verhaltensveränderungen – die Hunde werden autonomer und unterscheiden in dieser Zeit verstärkt zwischen Freund und Feind, sowohl gegenüber Menschen als auch Hunden. Ressourcen werden wichtiger und mitunter verteidigt. Die Hunde lösen sich ein wenig von den Besitzern, gleichzeitig müssen sie die bislang erlernten Regeln der Kommunikation einhalten und respektieren. Die Hunde ordnen sich in dieser Zeit sozial ein und etablieren soziale Beziehungen. Besonders für Fehler empfindliche und empfängliche Bereiche sind das Angstverhalten, Trennungssituationen, Jagdverhalten, die Ressourcenverwaltung und Aggressionsverhalten (Distanzierung, territorial, inner- und zwischenartlich).

DIE LÖSUNG:

In dieser Phase haben Sie als Hundehalter eine wichtige Aufgabe im Hinblick auf die weitere Entwicklung Ihres Hundes: Sorgen Sie für Kontinuität durch ruhige, stete und gleichförmige Reaktionen von Ihrer Seite – Ihr Hund will sich genau jetzt sozial „einsortieren“. Die meisten Hunde neigen in dieser Phase zu Aufmerksamkeit forderndem Verhalten und somit auch zur häufigerem Fehlverhalten, weil dieses leider schneller und leichter von uns Menschen  wahrgenommen wird – bitte vergessen Sie dabei nicht, dass jedes Verhalten des Hundes, welches eine Reaktion von Ihnen erzeugt, verstärkt wird, sogar wenn Ihre Reaktion ein Schimpfen ist. Sie sollten ganz ruhig und neutral über Ihr Feedback („ja oder nein“) für Aktionen des Hundes arbeiten. Unangemessenes Verhalten sollte keine Reaktion erzeugen (bzw. durch vorausschauendes Handeln und  Management verhindert werden), angemessenes Verhalten hingegen sollte deutlich honoriert werden. Wir Menschen neigen dazu, unangenehme und negative Ereignisse stärker wahrzunehmen. Das ist jedoch nicht zuträglich, besser achten Sie verstärkt auf erwünschtes Verhalten und loben und belohnen dieses zeitgerecht und sooft es geht.

Trainieren Sie geduldig und kontinuierlich weiter, es ist wichtig, gerade jetzt nicht aufzugeben. Sie sollten freundlich und bestimmt mit Ihrem Hund arbeiten. Lassen Sie sich nicht zu Grobheiten hinreißen – die Natur hat uns Menschen glücklicherweise mit Daumen ausgestattet, durch welche wir alles, was dem Hund wichtig ist, verwalten können und  uns auch mit einem hochspezialisierten Gehirn bedacht. Alleine dadurch sind wir Menschen gegenüber den Hunden in einer souveränen Position. Ein gutes Leitbild hat übrigens besondere soziale Fähigkeiten und ist keinesfalls grob, ungehalten oder setzt Gewalt ein – hier gäbe es keine freiwilligen Gefolgsleute. Also, bleiben Sie am Ball und haben Sie Geduld!

In der Pubertät des Hundes ist von besonderer Bedeutung, dass dem Hund vermittelt wird, dass er sich sowohl auf Sie verlassen kann und Ihnen gleichzeitig auch vertrauen kann. Vermeiden Sie aversives Training, das bringt Sie und Ihren Hund nicht nach vorne und kann zu einer dauerhaft beeinträchtigten Beziehung bis hin zur Traumatisierung beitragen! Ihr Hund muss wissen, dass er sich (für seine eigene Sicherheit) auf Sie verlassen kann und das kann er nicht, wenn Sie ihm Angst machen oder ihn mit Körperlichkeiten und Anschreien zum Meideverhalten (in schlimmsten Fällen zur Abwehr) zwingen.

Hilfreiche Tipps:

–        Hunde sollten lernen, sich an Ihnen zu orientieren und nachzufragen: fördern Sie die Rückorientierung auf Sie und suchen Sie gezielt nach angebotenen Verhaltensweisen, die Sie dann loben und belohnen sollten, z. B. Sie anzusehen. Steigern Sie die Anforderungen langsam, achten Sie darauf, ob Ihr Hund nicht bereits schon bei aufregenderen Reizen bei Ihnen „nachfragt“. Geben Sie Feedback!

–         Loben Sie verstärkt ruhiges und angemessenes Verhalten, loben Sie Kooperation.
–    Aufmerksamkeit als Bereitschaft, mit Ihnen zusammen zu arbeiten, können Sie sehr schön fördern. Hierzu sollten Sie auch freiwillige Aufmerksamkeit des Hundes wahrnehmen, loben und können dies auch belohnen. Jedes Verhalten, das Sie fördern, wird häufiger gezeigt, wenn es aus Hundesicht gute Konsequenzen hat!

–        Ignorieren Sie unerwünschte Verhaltensweisen, die Ihr Hund einsetzt, um Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, kurzfristig bzw. sorgen Sie für sinnvolle Managenmentmaßnahmen, bevor Ihr Hund Fehlverhalten zeigt. Dauerignorieren ist keine Lösung und das kurzfristige Ignorieren hilft nur bei Verhaltensweisen, die Ihr Hund einsetzt, um Ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.

–         Wenn Ihr Hund durch irgendein anderes Verhalten als gutes Verhalten Ihre Aufmerksamkeit erringen möchte, sollten Sie diese Verhaltensweisen kurzfristig (auf Signal hin) ignorieren. Sorgen Sie parallel hierzu schnellfür Möglichkeiten, erwünschtes Verhalten zu verstärken. Vor allen Aktionen ist es wichtig, dass Sie die Aufmerksamkeit Ihres Hundes erhalten.

–          Ihr Hund bekommt jederzeit eine „zweite Chance“, aber erst, wenn er Ihnen Aufmerksamkeit schenkt (er sollte wirklich „da“ sein und bereit, mit Ihnen zu arbeiten) oder wenn er wieder zugänglich ist (Situation verändern, durchatmen, neuer Versuch).

–          Befolgt der Hund ein Signal nicht, können Sie ihm eine zweite Chance geben. Bitte warten Sie einen kleinen Moment (um das Signal nicht durch zahlreiche Wiederholungen zu „vergiften“) und geben Sie es dann, wenn Sie die Aufmerksamkeit des Hundes haben. Manchmal muss man hierzu die Situation ein wenig verändern, also ein paar Schritte mit dem Hund weggehen und das Signal dann wiederholen.

–          Sie verwalten die Spielsachen zu gemeinsamem Spiel sowie das Futter ihres Hundes und haben so zahlreiche Möglichkeiten, Ihren Hund zu motivieren.

–         Auf Spaziergängen sollten Sie insbesondere die Rückorientierung und Kooperation fördern (bitte beschäftigen Sie Ihren Hund, lassen Sie ihn nicht alleine vorweg rennen!).

–          Körperliche (zunehmende Muskelmasse durch Hormone), aber auch geistige Auslastung ist jetzt sehr wichtig.

–          Impulskontrolle steigern (Übungen können Sie von guten Trainern erklären lassen), Sozialfertigkeiten weiter schulen in kontrollierten Gruppenkursen ohne „da müssen die durch“ oder „das regeln die schon unter sich“.
–    Achtung, Impulskontrolle ist nicht unendlich vorhanden, sie muss immer wieder „aufgeladen“ werden – dies geht gut durch Ruhepausen, Futter und vorallem Training in kleinen Schritten, nur solche Schritte, die der Hund auch bewältigen kann. Sie erinnern sich, mit der Konzentrationsfähigkeit steht es bei Ihrem Vierbeiner gerade nicht zum besten.

–        Das Training sollte Ihnen und Ihrem Hund auch weiterhin Spaß machen, auch wenn es teilweise so scheint, als könne der Hund gar nichts mehr…bleiben Sie weiterhin am Ball! Machen Sie sich eine Liste, was Ihr Hund besonders gut kann: vielleicht kann er gut alleine bleiben, vielleicht ist er besonders liebevoll zu Kindern etc.

Vielen Dank für die Tipps und Veranschaulichung, Hundeschule an der Leine!

 

Wachposten bezogen!

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Nachdem Bendix die ersten 4 Tage nur in meiner oder Michas Nähe geschlafen hat, hat er gestern seinen Lieblingsplatz gefunden *schluchz* , direkt neben der Terassentür zum Garten am liebsten auf meinen Gummistiefeln oder Michas Clocks.
Gestern Abend machten wir uns kurz Sorgen, ob er wohl traurig ist, weil er alleine in der Küche blieb anstatt bei uns im kuschelig warmen Wohnzimmer zu liegen. Aber nachdem wir ausgiebig mit ihm spielen konnten und er an und für sich gelöst wirkt, haben wir seine Vorliebe zu dem neuen Platz doch eher als entspannte Selbstständigkeit interpretiert. Unglaublich wie schnell er sich eingelebt hat! Heute morgen hat er uns sogar zum Pipi-machen-gehen geweckt. Super Bendix!

Heute ist Bendix eingezogen!

Nach einer langen langen Autofahrt ist es endlich geschafft – Bendix & Co sind heil angekommen. Die ersten Stunden verliefen sehr entspannt, auch die ersten Toilettengänge wurden von Erfolg gekrönt. Bendix läuft draußen wunderbar bei Fuß, ist neugierig und verspielt, außerdem verschmust und nach alle dem erstmal richtig müde..

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Endlich wird Coco’s Kauring benutzt 😉

Hundebett

Hundebett selber machen

Hundebetten gibt es in vielen Formen, Größen, Farb-Variationen und meist nicht sehr günstig. Meine Motivation ein Hundebett selbst zu machen war weniger der Preis, als der Spaß am Herstellen und daran etwas schönes für Bendix zu machen.

Grundlage ist ein großer Kissenbezug, welchen wir in Familienarbeit mit einem großen B und einem Sheriffstern verziert haben. Dann habe ich einen Schlauch genäht, mit Füllwatte ausgefüllt und zusammengenäht. Der Schlauch ist mit Druckknöpfen an dem Kissen befestigt. Et voilà!

Hundebett

Herbstpanorama Rekentin

Der neue Farkastic-Blog

Der Farkastic-Blog hatte schon viele Themen.. Schwangerschaft, Baby, Thailand, Stadtleben und Landleben. Nun gibt es ein neues Großereignis in unserem Leben über das ich bloggen möchte: Wir bekommen einen Hund! Aber nicht irgendeinen Hund, sondern einen Großspitz!

Auf der Suche nach einen Familien-Wach-Hund habe ich mehrere „Welcher Hund passt zu mir“-Tests gemacht.

Mir ist wichtig, dass unser neues Familienmitglied kinderfreundlich, gerne gehorsam/gelehrtig, intelligent (für Hundesport) und wachsam aber kein Kläffer ist. Regelmäßiges Gassigehen ist selbstverständlich, aber mit zwei kleinen Kindern muss man realistisch bleiben – daher darf der Hund nicht zu viel Beschäftigung verlangen und sich lieber in das Familienleben integrieren und auch damit zufrieden sein das Haus und Hof zu bewachen. Da wir Kleintiere, Katzen und irgendwann mal Hühner haben, sollte kein Jagdtrieb vorhanden sein.

Kein Ergebnis war wie das andere, aber die Vorschläge, die ich bekam nutzte ich dafür mich über die jeweilige Rasse weiter zu informieren und zu gucken, ob es tatsächlich passt. Einer der Tests ergab Großspitz. Ich las mich ein.. und mehr und mehr habe ich mich auf diese tolle Rasse eingeschossen. Ich nahm Kontakt mit mehreren Züchtern auf und so nahm es seinen Lauf. Schneller als gedacht ist die Entscheidung gefallen.

Gerne möchte ich in diesem Blog über Großspitze aufklären und aus eigenen Erfahrungen berichten, von Anfang an!

Herzlich Willkommen und viel Spaß beim Lesen.